So in etwa wird man am Telefon begrüsst wenn wir vom Kanton Bern auf die Nummer 144 anrufen. Und da beginnt die "Arbeit" für die Rettungskräfte der Sanitätspolizei Bern (Sano). 14 Teilnehmer/innen vom RRC durften am Samstag 14. Oktober die Sano Bern an der Murtenstrasse besichtigen. Begonnen hat die Besichtigung mit einem Film um die Arbeit der Sano vorzustellen. Zudem wurden Zahlen vorgestellt die zum Teil, wenn man sie nicht gehört hat, nicht glauben kann oder im normalen Leben nie darauf käme.
Wie schon erwähnt, beim Anruf auf die Nummer 144 aus dem Kanton Bern, landen wir bei der Sanitätsnotruf Zentrale Bern. Von dort aus wird dann jeweils disponiert und organisiert welche Rettungsgesellschaft ausrücken muss. Sprich, Region Thun Berner Oberland werden die Rettungssanitäter der STS Rettungsgruppe ausrücken die in Gesigen stationiert sind. Region Emmental kommt die Rettungsgruppe der Spitäler Emmental zum Notfall und Grossraum Bern die Sanitätspolizei Bern.                        
                    Sanitätsnotrufzentrale Bern 144 

Nach der Einführung mit Film durften wir die Räume der Sano besichtigen. So ging es zuerst zum dreh und Angelpunkt. Hinter verschlossenen Türen konnten wir durch die Glasscheibe die Sanitätsnotruf Zentrale besichtigen. Zurzeit herrschte eher die Ruhe vor dem Sturm. Da die Rettungssanitäter 24 Stunden rund um die Uhr vor Ort sein müssen gibt es Schlafräume um sich dort zurück zu ziehen bei Nachtschichten. Sofern dies "Auftragssituation" zulässt. Während dem Dienst, der meistens von 7-18 Uhr oder 19 Uhr oder 18-7 Uhr dauert, können sich die Rettungssanitäter im Aufenthaltsraum aufhalten oder bei Essenszeiten wird, wenn es die Zeit zulässt, in der Schichtgruppe gekocht. Bei einem Einsatz muss jedoch das Essen stehen gelassen werden und innert 15 Minuten der Einsatzort erreicht werden. Weiter wurde uns gezeigt wo die Fahrzeuge gewaschen werden, repariert und auch kleinere Schreiner, Maler oder Spenglerarbeiten erledigt werden. Und wo bleiben denn die Rettungswagen?! Wir kamen immer näher und so sahen wir wo nach jedem Einsatz der Notfallrucksack, der ca. 20-25 Kg wiegt, wieder mit dem Verbrauchten Material aufgefüllt und plombiert werden muss um anschliessend wieder Einsatzbereit zu sein. Und so ging es durch die Tür und da waren die Rettungswagen in 2er Reihe aufgestellt! Da zur Besichtigungszeit nur 2 Einsätze im Gang waren, war die Einstellhalle fast voll. Auch das Rettungsboot um Wasserrettungen durchzuführen war vor Ort so wie das Spezialrettungsfahrzeug das eine "Intensivstation" ist. Unterwegs war das Spezialfahrzeug um mit Babys im Brutkasten rumzufahren. Während unserer Besichtigung ging plötzlich ein Einsatz los und wir konnten dem Geschehen kurz zuschauen. Während der Rettungssanitäter noch aufs Blaue-Blatt wartete, dass den Einsatzort sowie weitere Infos zum Notfall versehen sind, nahm die Fahrerin ihre Einsatzjacke und nahm sich das vorderste Einsatzfahrzeug um anschliessend mit Blaulicht und Sirene zum Notfall zu fahren. Trotz Notfall läuft dies aber sehr ruhig ab. So konnten wir doch noch einen Einsatz miterleben. An diversen Bildschirmen im Haus waren die laufenden Einsätze jeweils auch zu sehen. Dies mit Zeit, Datum, Einsatzort/Strasse, Grund, welche Rettungssanitäter/welches Team und welcher Rettungswagen versehen.  Eine Interessante Besichtigung konnten wir erleben. Durch die Räume der Sano hat uns Cornelia Reusser geführt. Sie steht seit 2008 im Einsatz der Sano als Rettungssanitäterin und brachte uns die Geschehnisse dieser Blaulichtorganisation näher. Und so ging nach anderthalbstunden eine eindrucksvolle sehr hintergründige Besichtigung über das Rettungswesen, den Sanitätsnotruf und der Sanitätspolizei zu Ende!  Nun hoffen wir, die Nummer 144 nie wählen zu müssen und von der Person am anderen Ende mit folgenden Worten angesprochen werden: "Saniitätsnotruf Bern, Grüessech"!