Wenn man auf die Wetterprognose schaute vom Samstag 21. Juli dann war nicht gerade Velowetter angesagt. Ganzer Tag Regen. Alles kam aber anders. Im Berner Oberland schien am Samstag früh sogar die Sonne und in Kirchberg beim eintreffen war es leicht bewölkt. Nach dem alle RRC`ler/innen eingetroffen sind, waren es doch schlussendlich 17 Teilnehmer/innen die an den Start gingen, wollten wir ein Gruppen-Foto machen. Es blieb im ersten Moment beim wollen. Denn eine Person hatte ein mächtiges Problem zu verzeichnen. Diese eine Person hatte die falschen Schuhe eingepackt und wäre ausgerüstet gewesen für auf die Bikestrecke. Was eigentlich bei der Emmentalrundfahrt auch möglich ist. Ein Teilnehmer des RRC machte sich nämlich auf zur 65 Kilometer Bikestrecke. Ja dieses Problem mit den falschen Schuhen wäre dann gelöst gewesen als jemand die passenden Pedale zur Verfügung stellte des RV Ersigen. (Organisierender Verein der Emmentalrundfahrt). Da aber kein passendes Werkzeug um die Pedale zu wechseln vorhanden war musste der nächste Velomech angefahren werden. Inzwischen konnte das Gruppenfoto dennoch gemacht werden und der gemeinsame Start war erfolgt. Unterwegs «klickte» sich die Person mit dem Pedalproblem aus und da es sich um einen schnellen Fahrer handelte, fuhren die anderen weiter. Er hole uns dann schon wieder ein meinte er. Ja die Geschichte geht noch weiter mit den Pedalen aber dazu später mehr.

An der Emmentalrundfahrt gibt es 3 Streckenlängen zu fahren. 100 , 125 und 150 Kilometer. Nach gemeinsamer Fahrt nach Wynigen wo entschieden werden muss wie weit man fahren möchte, trennte sich die «Weize vom Spreu» und eine Fahrerin und 5 Fahrer nahmen den Weg auf sich für die 150 Kilometer. Die restlichen 9 fuhren auf die Strecke der 125 Kilometer. Nach dem ersten Aufstieg über den Kappeler und der Abfahrt in Richtung Sumiswald durften wir den ersten Verpflegungsposten anfahren. In diesem Jahr hatte es sogar für alle genug Sandwichs, was im Vorjahr nicht der Fall war. Nach kurzem halt ging es weiter in Richtung Lützelflüh. Zum Glück mussten wir dort nach links abbiegen. Den von weitem war Regen in Sicht. Also blieben wir trocken und in Schüpbach musste entschieden werden ob jemand die 125 Kilometer nicht fahren möchte und lieber auf der 100 Kilometer Strecke weiterfahren möchte. Niemand machte den Anschein und der Weg führte uns nach Eggiwil, Röthenbach, in die Oberei. Dort war Verpflegungsposten 2. Mit Müesli, Bouillon, Kaffee usw. durften wir uns dort verpflegen. Wo sind wohl die anderen 6 die auf die 150 Kilometer Strecke abbogen? Denn ab Oberei fahren alle wieder auf der selben Strecke in Richtung Ziel in Kirchberg. Inzwischen hat ein ganz leichter Regen eingesetzt der aber kurz nach der Verpflegungszone Oberei schon wieder nachgelassen hat. Die 9 fuhren weiter in Richtung Heimenschwand, Bleiken, Oberdiessbach, Konolfingen nach Ursellen wo der obligate «Biberlihalt» von statten ging. Nach einer kurzen Pause fuhren wir den «Hoger» hinauf nach Schlosswil bevor «Hansdampf» die Führung an der Spitze des Feldes übernahm und dieses nach Worb hinunter führte. Ja da waren noch die zwei «Gruppensprenger» mit von der Partie. Ab und zu fuxte es sie und rissen bei kleinen Steigungen aus, warteten aber bei der nächsten Gelegenheit wieder auf die Gruppe. So formatierte sich das Feld wieder das Lindental hinauf um dann in Richtung Krauchthal gas zu geben. Ja sogar so Dampf zu machen dass der Abzweiger in Krauchthal beinahe vergessen ging und nur knapp erwischt wurde dank Intervention eines Fahrers in dritter Position der wohl den Kopf nicht nur nach unten hielt. In Richtung Hindelbank wurden die Wolken immer dunkler und Regen war in Sicht. Noch etwa 15 Kilometer bis zum Ziel. Und plötzlich setzte sich bei einem Fahrer überschüssige Energie frei. Das Feld wurde gesprengt und nur gerade 3 erwischten noch den Anschluss. Die 4 Ausreisser warteten dann auf das Feld wollten wir doch alle zusammen ins Ziel fahren. Ja der Regen, das Thema des ganzen Tages machte doch noch einen Besuch und so wurden wir auf den letzten 5-10 Kilometer noch nass. Die Stimmung blieb trotzdem locker und so fuhren wir alle 9 in Kirchberg ins Ziel. Nach einer warmen Dusche durften wir uns reichlich verpflegen lassen mit Teigwarensalat, Pouletbrüstli, Bratwurst, Kuchen, Nussgipfel usw. , gesponsert von Sika Schweiz! Inzwischen war auch die 150 Kilometer Gruppe eingetroffen. Aber wo bleibt denn der «Pechvogel des Tages»?! Ja er kam nachdem wir alle schon geduscht und verpflegt waren doch noch in Kirchberg an und dies mit folgender Geschichte. Der Velomech hatte noch geschlossen und so kehrte er wieder zurück zum Start nach Kirchberg. Dort erhielt er von einem OK-Mitglied der Emmentalrundfahrt ein Fahrrad mit passenden Pedalen zur Verfügung gestellt und konnte dann doch noch auf die 150 Kilometer Strecke aufbrechen. 150 Kilometer wären es! Wie soll es auch anders sein, vor lauter Kopf runter und Vollgas verpasse er sogar noch die gut ausgeschilderte Streckenführung. Nach einem Umweg von ca. 10-15 Kilometer fand er wieder auf die original Strecke zurück und fand am Schluss mit etwas Verspätung das Ziel in Kirchberg doch noch. Wichtig war aber, dass das zur Verfügung gestellte Fahrrad und auch der Fahrer wieder heil zurück waren!

Einen herzlichen Dank gilt dem organisierenden Verein RV Ersigen für die Organisation der immer wieder schönen Emmentalrundfahrt. So wie einen riesen Dank an Sika Schweiz für das Sponsoring der Startplätze und der anschliessenden reichhaltigen Verpflegung!